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Dortmund fit machen für die Klimaneutralität

Seit knapp zwei Jahren unterstützt der Klimabeirat der Stadt Dortmund die kommunale Klimapolitik. Er verfolgt, begleitet und diskutiert die kommunalen Aktivitäten zu Klimaschutz und Klimaanpassung und gibt Impulse zur Umsetzung bzw. Beschleunigung der verschiedenen Programme durch Empfehlungen an den Rat der Stadt Dortmund. Der Klimabeirat ist zugleich Bindeglied zwischen Stadtgesellschaft, Verwaltung und politischen Entscheidungsträger:innen.

Dortmund fit machen für die Klimaneutralität

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Mit der durch den Rat der Stadt geforderten Aktualisierung des Handlungsprogramms Klima-Luft 2030 auf das Ziel der Treibhausgasneutralität bis 2035 wird deutlich, dass gerade die Hauptverursacher von CO2 im Mittelpunkt stehen müssen. Der Klimabeirat hat daher insbesondere drei Schwerpunkte bearbeitet: die Energie- und Wärmeversorgung inkl. der energetischen Gebäudesanierung, Verstärkung der Kreislaufwirtschaft sowie die Steigerung der emissionsfreien und emissionsarmen Mobilität.

  • Der Gebäudebereich stellt mit rund 2,25 Megatonnen Treibhausgas-Emissionen (THG-Emissionen) den größten Verursacher innerhalb des Stadtgebietes dar. „Das entspricht in etwa 67 % der Gesamtemissionen der Stadt Dortmund“, erklärt Herr Franz-Bernd Große-Wilde, stellvertretender Vorsitzender des Klimabeirates Dortmund und Vorstandsvorsitzender der Spar- und Bauverein eG. „Daher unterstützt der Klimabeirat die Energienutzungsplanung der Stadt. Wir begrüßen ausdrücklich, dass neben der Wärmeversorgung auch die Stromversorgung betrachtet wird. Für die vermehrte Nutzung von Wärmepumpen, den Fern- und Nahwärmeausbau sowie die E-Mobilität werden damit gemeinsame Lösungsvorschläge im Sommer 2024 vorgelegt werden.“ Zudem spricht sich der Klimabeirat für eine energetische Quartierssanierung aus. Herr Große-Wilde führt weiter aus, dass „gerade Fernwärme durch Nutzung von Abwärme erhebliche CO2-Einsparpotentiale bietet, wie beispielsweise in unseren Wohnviertel Althoffblock, in dem wir über 2.000 Wohneinheiten bewirtschaften. Wir dürfen jedoch nicht die Unterstützung und Stärkung des lokalen Handwerks vergessen. Wenn niemand die Gebäude dämmt und neue Heizungsanlagen installieren kann, können wir die angestrebten Ziele nicht erreichen“, so Herr Große-Wilde abschließend.
  • Der Klimabeirat hat ebenfalls das Thema der Kreislaufwirtschaft und Ressourcenschonung aufgenommen. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) spricht von einem möglichen globalen Einsparpotenzial bis zu 20% der globalen Treibhausgasemissionen durch einen sektorübergreifenden Umbau zur Kreislaufwirtschaft und konsequente Abfallvermeidung. Es erscheint daher logisch, dieses Thema auch auf dem Stadtgebiet Dortmund zu optimieren und für lokale THG-Einsparungen zu sorgen. „Der klimaneutralste Abfall ist der, der gar nicht erst entsteht“, erklärt Frau Michaela Voß, stellv. Vorsitzende des Klimabeirates. Frau Voß bezieht sich hierbei auf die Abfallhierarchie des Kreislaufwirtschaftsgesetzes. Die Vermeidung von Abfall stehe ganz oben, wohingegen die Abfallbeseitigung der allerletzte Schritt in der Kreislaufwirtschaft sein soll. „Die Abfallvermeidung oder Wiederverwertung kostet oft nur wenig bis gar nichts. Jede Bürgerin und jeder Bürger hat daher viele Möglichkeiten, etwas Gutes für die Umwelt und das Klima zu tun; welche Möglichkeiten sie haben, wissen nur zu wenige“, so Frau Voß weiter. Um diese Informationslücke zu schließen, hat der Klimabeirat in seiner Sitzung vom 29.02.2024 eine Empfehlung zur Stärkung einer Informationsstruktur zur Abfallvermeidung und zum Abfallrecycling beschlossen.
  • Der Bereich Verkehr ist für ca. 27 % der Gesamtemissionen der Stadt Dortmund verantwortlich. Das Gutachten zur Anpassung des Handlungsprogramms Klima-Luft 2030 geht von einem möglichen Einsparpotenzial von ca. 50 % dieser Emissionen aus. Zielführend ist hier besonders die Verlagerung des motorisierten Individualverkehrs auf den Umweltverbund, bestehend aus ÖPNV, Fahrrad- und Fußverkehr. Herr Raphael, Vorsitzender des Klimabeirates, versichert: „Es geht nicht darum, das Auto aus der Stadt zu verbannen. Es geht darum, das Angebot an nachhaltigen Alternativen im Umweltverbund zu stärken und den Anreiz zu setzen, diese auch zu nutzen.“ Der in Dortmund jetzt begonnene Umbau des ÖPNV auf klimaneutrale Busse und umweltfreundliche Stadtbahnen muss weiter gestärkt werden. Das Jobticket sollte Mitarbeitenden von allen öffentlichen Institutionen (Stadtverwaltung, kommunale Unternehmen, Landesbehörden) angeboten werden. Diese und weitere Empfehlungen hat der Klimabeirat in seiner Sitzung vom 29.02.2024 an den Rat gerichtet. Herr Raphael hält es auch für notwendig, „dass die Planungen für die Erweiterung des Stadt- und H-Bahnnetzes vorangetrieben werden sollten, damit der ÖPNV einen zentralen Bestandteil zur Klimaneutralität leisten kann.“

Die nächste Sitzung des Klimabeirates findet am 14.05.2024 statt. Das Schwerpunktthema der Sitzung wird die Klimafolgenanpassung sein. „Der menschengemachte Klimawandel lässt sich nicht aufhalten, er lässt sich nur abschwächen. Deshalb ist es richtig, dass die Stadt angesichts zunehmender Dürren einen dynamischen Hitzeaktionsplan vorgelegt hat und ihre Anstrengungen zum Schutz vor Starkregen und Unwettern verstärkt“, erklärt Herr Raphael zum Thema der nächsten Sitzung.

 


Hintergrundinformationen zum Klimabeirat
Der Klimabeirat der Stadt Dortmund wurde durch den Rat der Stadt am 18.11.2021 eingesetzt und agiert als unabhängiges und beratendes Gremium zur Erreichung der Ziele im Klimaschutz und zur Klimafolgenanpassung. Der Klimabeirat stellt das Bindeglied zwischen Stadtgesellschaft, Verwaltung und politischen Entscheidungsträgern dar. Er verfolgt, begleitet und diskutiert die kommunalen Aktivitäten zu Klimaschutz und Klimafolgenanpassung, gibt Impulse zur Umsetzung bzw. Beschleunigung der verschiedenen Programme zum Klimaschutz, zur Klimaanpassung und zur Mobilität und gewährleistet den Dialog mit der Öffentlichkeit.

Die Mitglieder des Klimabeirates setzen sich aus Vertreter*innen aus Wissenschaft und Forschung, Wirtschaft und Handel, Gewerkschaften, kommunalen Unternehmen, dem Klimabündnis, gesellschaftlichen Gruppierungen und Vertreter*innen der Fraktionen des Rates zusammen.

Seine Empfehlungen werden dem Rat der Stadt Dortmund vorgelegt und veröffentlicht.
Zu den im Pressetermin angesprochenen Themen hat der Klimabeirat die folgenden Empfehlungen ausgesprochen:

• Wärme- und Energieversorgung

  • DS-Nr.: 30805-23, „Energetische Quartierssanierung“
  • DS-Nr.: 32085-23, "Photovoltaik-Anlagen auf städtischen Liegenschaften"
  • DS-Nr.: 32579-23, "Fortführung der Energieeinsparmaßnahmen"
  • DS-Nr.: 33655-23, „Beteiligungsinstrumente zur Finanzierung der Dortmunder Energiewende“
  • „Nachhaltiges und suffizientes Bauen in den Städten“, Abstimmung in der Sitzung vom 29.02.24,

• Abfallvermeidung und Wiederverwertung

  • DS-Nr.: 32387-23, „kostenlose Sperrmüllsammlung im Stadtgebiet“
  • „Stärkung der Informationsstruktur zur Abfallvermeidung und zum Abfallrecycling“, Abstimmung in der Sitzung vom 29.02.24,

• ÖPNV und Verringerung des motorisierten Individualverkehrs

  • Mobilität im Allgemeinen, Abstimmung in der Sitzung vom 08.08.23
  • „ÖPNV-Vorrangpolitik“, Abstimmung in der Sitzung vom 29.02.24

• Klimafolgenanpassung und Resilienz

  • Schwerpunktthema der Sitzung am 14.05.24

Nähere Informationen zum Klimabeirat finden Sie hier.
Kontakt: Umweltamt Dortmund, Christopher Sadlowski (Geschäftsführung Klimabeirat), Tel. 0231 50-1 00 59, E-Mail: lsdsdckoo.d@adtwaesit

v. l. n. r.: Franz-Bernd Große-Wilde (Vorstandsvorsitzender Spar- und Bauverein eG), Stefan Szuggat (Beigeordneter für
Umwelt, Planen und Wohnen), Detlef Raphael (Vorsitzender des Klimabeirats), Michaela Voß (stellv. Vorsitzende des
Klimabeirats), Dr. Uwe Rath (Fachbereichsleiter des Umweltamtes Dortmund), Dr. Theresa Eckermann (Bereichsleiterin
„Klima, Luft und Lärm“)

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