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Gute Werte leben

WAS UNS BEIM WOHNEN, LEBEN, SPAREN UND GESTALTEN INNEHALTEN LÄSST.

Werte sind Kostbarkeiten und haben für die Eigentümer:innen stets eine große, zumeist subjektive Bedeutung. Schnell ist man so bei materiellen Vermögenswerten wie dem Haus, bei Schmuck oder auch Kunstwerken und Autos. Aber auch die kleinen Schätze, wie ein vergilbtes Foto, ein Ring aus dem Kaugummiautomaten oder ein altes Fußballtrikot aus Kindertagen, sind wertvoll und haben eben einen hohen persönlichen Wert. Und wer hat nicht selbst schon die Weitergabe eines solchen Objekts „für kein Geld auf der Welt“ verweigert. Darüber hinaus gibt es auch immaterielle Werte, die für uns weder greifbar noch messbar sind. Jeder von uns hat sie: Es sind die eigenen Wertvorstellungen, die das Zusammenleben und die Zusammenarbeit von Menschen maßgeblich beeinflussen. Das regelmäßige Aufschreiben der Werte stellt sicher, dass eine Gemeinschaft sich daran orientieren kann. Genau das hat Sparbau in diesem Jahr getan und in einem GUTE WERTE-Buch das eigene Wertefundament festgehalten.

Blick hinter die Kulissen

Aber gibt es gute und auch schlechte Werte? Wer legt die eigentlich fest, und wie flexibel ist so ein Wertegerüst? Viele Fragen drängen sich auf und zeigen, dass sich ein Blick hinter die Kulissen lohnt. Während Wikipedia von erstrebenswerten oder moralisch gut betrachteten Eigenschaften spricht, findet sich im Handbuch für ethische Bildung und Werteerziehung noch ein wichtiger Zusatz: Werte tragen im Wesentlichen zum Charakter, der Identität und Kultur des Menschen bei. Wir verstehen die Welt um uns herum durch Werte und orientieren uns an ihnen. Kurzum: Werte sind elementarer Bestandteil jeder Form menschlicher Gemeinschaften. Alle immateriellen Werte eint dabei, dass sie durch Vorleben ihre Wirkung entfalten, während die materiellen Vertreter mess- und bewertbar sein müssen.

Bestand und Kontinuität

Auch bei Sparbau spielen Werte eine wichtige Rolle. Nicht nur der Immobilienbestand, sondern gerade die immateriellen Genossenschaftswerte sind, wie es der Vorstandvorsitzende Franz-Bernd Große-Wilde auf den Punkt bringt, „die Grundpfeiler unseres Zusammenlebens“. Werte verbindet man im Allgemeinen mit Bestand und Kontinuität. Der eigenen langen Tradition folgend, hat sich Sparbau in diesem Jahr mit seiner Wertelandschaft beschäftigt und diese in einer außergewöhnlichen Form festgehalten: aufgeschrieben und illustriert in einem Buch mit lyrischen Texten. Schon beim Durchblättern fallen den Leser:innen große plakative Überschriften ins Auge, die eine Botschaft zu vermitteln scheinen. Zuhaus, Verantwortung, Menschen, Zusammen oder Sparen erscheinen auf Anhieb nachvollziehbar, aber Beides, Dorf, Räume oder Verwoben erfordern dringend eine Vertiefung und eine Verbindung zum aktuellen Tagesgeschäft.

Was es damit auf sich hat und welche Bedeutung diese Wertelandschaft hat, diskutierten Vorstandschef Franz-Bernd Große-Wilde, der Vorstandsbevollmächtigte Dr. Florian Ebrecht sowie Jörg Dißmann, Autor und Illustrator des Sparbau-Buchs GUTE WERTE.


 

Im Gespräch

Jörg Dißmann: Ich starte mal mit einem Vergleich. Es gibt ja nur eine einzige Wertesammlung, aber viele unterschiedliche Zielgruppen in einer Genossenschaft. Mitglieder, also die eigentlichen Genossen, Mieter, Sparer, Mitarbeitende, Nachbarn und andere. Hat nicht jeder unterschiedliche Erwartungen oder ein subjektives Verständnis für die Sparbau-Werte?

Franz-Bernd Große-Wilde: Das ist ein wichtiger Punkt, den Sie da ansprechen. Ich würde die Liste gern noch erweitern um unsere Lieferanten und Geschäftspartner, aber auch um Banken, politische Vertreter:innen und wohnungswirtschaftliche Organisationen. Wir müssen alle unter einen Hut bekommen und uns an einem gemeinsamen Werteverständnis orientieren. Für mich ist das nicht nur eine große Herausforderung, sondern gleichzeitig auch die beste Voraussetzung, um weiterhin erfolgreich zu sein.

Dr. Florian Ebrecht: Bei Sparbau vertritt die Genossenschaft, als Organisation, eine große Gruppe von Menschen, die eine Grundüberzeugung teilen: sich zusammentun und gemeinsam etwas füreinander schaffen. Diese Genossenschaftsidee funktioniert nur mit einem aussagekräftigen Fundament aus Wertvorstellungen. Voraussetzung ist allerdings auch eine hohe Umsetzungsbereitschaft bei jedem Einzelnen; dann erreichen wir auch alle Menschen um uns herum.

Jörg Dißmann: Mit den Werten ist es übrigens wie mit der Kultur: Man erfindet sie nicht, sie ist ja immer schon da. Ob sie gut oder schlecht ist, liegt dann in der Beurteilung der Beteiligten. Der Titel des Buchs GUTE WERTE drückt ja schon deutlich Ihr Selbstverständnis aus, oder?

Dr. Florian Ebrecht: Absolut. Unser Wertegerüst hat sich in vielen Jahren entwickelt und als durchaus belastbar gezeigt. Wir erleben das in unserer täglichen Arbeit, die von sozialer Verpflichtung geprägt ist. Nehmen Sie etwa unseren Quartierstreff Concordia im Dortmunder Norden. Das ist ein breit gefächertes Angebot von sozialen und integrativen Maßnahmen. Mit der Caritas, der Diakonie und privaten Initiativen setzen wir eine ganze Reihe kleiner und großer Kooperationsprojekte um.

Franz-Bernd Große-Wilde: Gute Werte sind die Grundpfeiler unseres Zusammenlebens. Das ist für mich zunächst einmal der wichtigste Ausgangspunkt. Unsere erste Geschichte im Wertebuch heißt nicht umsonst Innehalten. Da fällt mir sofort unsere traditionelle Besichtigungstour durch die Sparbau-Welt mit unseren neu gewählten Vertreter:innen ein oder auch der Spendenspaziergang unserer Mitarbeitenden für ein karitatives Projekt der Wohnungswirtschaft in El Salvador.

Jörg Dißmann: Ich zitier mal weiter: Brauch die Pausen. Zum Besinnen. Auf die Werte. … Da wird dann schnell ein Schuh daraus. Und ich bin sicher, dass sich der Leser in die Haltung der Sparbau einfühlen kann. Die Texte lösen ja beim Leser Kopfkino aus. Man muss nur die richtige Taste drücken.

Franz-Bernd Große-Wilde: Wenn wir gerade beim Zitieren sind, möchte ich die Geschichte Beides ansprechen, die für mich etwas Substanzielles enthält: Bin erfahren. Aber auch begierig. Liebe beides. Bin gespannt … Sparbau steht gleichzeitig für Tradition und Veränderung, denn nur aus der Bereitschaft, zu hinterfragen, zu verändern und neue Wege zu gehen, kann überhaupt Tradition entstehen. Ich muss zugeben, dass ich mich am Anfang schwergetan habe, in die Texte so einzutauchen. Aber wenn man sich darauf einlässt, fügt sich alles wie von selbst zusammen.

Dr. Florian Ebrecht: Da sind wir einer Meinung. Auch wenn sich der Titel Beides nicht spontan erschließt und das Wort Beides nicht im Ansatz wertekonform ist, steckt darin die ganze Geschichte und auch Stärke unserer Genossenschaft. Erforderlich sind einerseits Offenheit, Neugier und Mut, um Chancen zu erkennen. Andererseits verlangt es auch Wertetreue, Disziplin und Vorsicht, um bedrohliche Entwicklungen zu vermeiden. Balance und Augenmaß sind die Schlüssel zum Erfolg. Und das hat unsere genossenschaftliche Gemeinschaft seit 1893 bewiesen.

Jörg Dißmann: Momentan bewegt viele Menschen allerdings die Frage nach bezahlbarem Wohnraum. Auch der Klimaschutz und die Bewältigung des demografischen Wandels beschäftigen viele. Wie passt das in die Sparbau-Wertelandschaft?

Dr. Florian Ebrecht: Das passt hervorragend auf unsere Agenda, denn genau diese drängenden Fragen können wir mit unserem genossenschaftlichen Modell beantworten. Mit dem Teigelbrand-Projekt haben wir die größte Maßnahme öffentlich geförderten Wohnraums in Dortmund im Jahr 2020 realisiert. Das zahlt in unsere Werte in mehrfacher Hinsicht ein. Neben den materiellen Aspekten, die für Sicherheit und Bestand sorgen, übernehmen wir gesellschaftliche und persönliche Verantwortung für die Dortmunder Bürgerinnen und Bürger.

Franz-Bernd Große-Wilde: Neben diesen Leuchtturmprojekten kümmern wir uns aber auch mit einer Vielzahl kleinerer Maßnahmen um das Wohl der Mitglieder:innen. Wir wollen Lebensräume schaffen und für Geborgenheit sorgen. Mit vielen Projekten, wie zum Beispiel dem konsequenten Dachausbau in der Lindemannstraße, verbessern wir nicht nur die Wohn- und Lebensqualität. Wir sind dabei auch nachhaltig unterwegs. Unsere Kooperation mit dem Planungs- und Ingenieurbüro ENVI schätze ich sehr, denn sie sorgt für klimafreundliche Modernisierungen, die gerade bei der Optimierung von Heizungsanlagen unserer Umwelt guttun. Werte müssen sich immer am Zeitgeist orientieren; und das tun sie bei uns.

Jörg Dißmann: Herzlichen Dank für die tolle Zusammenarbeit und das spannende Projekt. Beides war außergewöhnlich und hat die Sparbau-Werte für mich erlebbar gemacht.


 

Wenn Sie Interesse an einem Exemplar von „Gute Werte“ haben, melden Sie sich gerne per E-Mail an uuae.rmtaepdnrsr-@sospedbd. Bitte haben Sie Verständnis, dass die produzierten Ausgaben des Buchs limitiert sind.

Buchcover

Auszug des Buchs GUTE WERTE

Auszug des Buchs GUTE WERTE

Auszug des Buchs GUTE WERTE

Dr. Florian Ebrecht, Vorstandsbevollmächtigter mit Gesamtprokura

Franz-Bernd Große-Wilde, Vorstandsvorsitzender

Jörg Dißmann, Autor und Illustrator des Buchs GUTE WERTE

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