Genossenschaft erleben

Fragen und Antworten rund um die Fernwärme

Im Althoffblock und im Unionviertel werden dezentrale Gas-Einzel-Thermen auf eine zentrale Lösung in Form von Fernwärme umgerüstet.

Alle Informationen zu diesem Thema haben wir hier für Sie zusammengestellt.

Woher kommt die in Dortmund bereitgestellte Fernwärme?

Die Fernwärme wird überwiegend aus industrieller Abwärme der Deutschen Gasrußwerke (DGW) GmbH & Co. KG gewonnen. Diese fällt als Nebenprodukt von Produktionsprozessen an.

Der Fernwärmeversorger (DEW21) entwickelt die Wärmeversorgung zudem entsprechend den gesetzlichen Vorgaben weiter.

Was passiert im Fall einer rückläufigen Abwärme?

Laut DEW21 wird neben der Nutzung industrieller Abwärme auch die Einbindung weiterer Wärmequellen untersucht. Für die Wärmeversorgung stehen zudem drei Energiezentralen zur Verfügung. Darüber hinaus prüft DEW21 verschiedene Optionen für die zukünftige Wärmeversorgung, darunter weitere Abwärmequellen, die energetische Nutzung von Biomasse, Großwärmepumpen, Tiefengeothermie sowie den Einsatz von Wasserstoff und erneuerbaren Gasen.

Welchen Vorteil hat die Fernwärme gegenüber anderen gängigen Wärmequellen?

Je nach Gebäude und Quartier kommen unterschiedliche Heizsysteme infrage. Der Einsatz einer Wärmepumpe kann durch bauliche Gegebenheiten oder den verfügbaren Platz begrenzt sein. In Quartieren mit Fernwärmenetz kann ein Anschluss an die Fernwärme, die in unseren Versorgungsgebieten durch die DEW21 bereitgestellt wird, eine mögliche Alternative darstellen. Zentrale Heizungsanlagen bieten zudem zusätzliche technische Möglichkeiten zur Steuerung und Regelung der Wärmeversorgung.

Ist meine Wohnung von der Umstellung auf Fernwärme betroffen?

Das Fernwärmenetz wird in der Innenstadt verlegt. Alle betroffenen Haushalte werden schriftlich über die Umstellung informiert.

Besteht eine Anschlusspflicht an die Fernwärme für mich als Mieter:in?

Mit dem Anschluss an das Dortmunder Fernwärmenetz wird die Wärmeversorgung der Gebäude zentral organisiert. Die bisherigen Gasetagenheizungen entfallen im Rahmen der Umstellung und können nicht weiter betrieben werden.

Wie sieht die technische Anbindung an das Fernwärmenetz in den Gebäuden aus? Welche Arbeiten sind dazu in meiner Wohnung erforderlich?

Im ersten Schritt werden alle notwendigen neuen Leitungen verlegt. Anschließend werden innerhalb weniger Tage die Gasthermen demontiert und die Anschlüsse an die Fernwärmeverteilstation hergestellt. Während der gesamten Umbauzeit wird die Versorgung der Häuser durch mobile Wärmestationen sichergestellt.

Welche Kosten kommen auf mich zu?

Den Großteil der Investitionen zur Umstellung auf Fernwärme trägt der Versorger. Kosten, die innerhalb der Gebäude für den Anschluss anfallen, werden von der Genossenschaft getragen. Eine Umlage dieser Kosten auf die Mitglieder ist unter den gegebenen gesetzlichen Voraussetzungen durch die Spar- und Bauverein eG nicht vorgesehen.

Wie wird mein Verbrauch der Fernwärme erfasst?

In Ihrer Wohnung wird ein kleiner Wärmemengenzähler an der Stelle installiert, an der sich Ihre Gastherme befindet (Rückstände der Gastherme werden von uns behoben). Dieser misst die von Ihnen verbrauchte Wärme. Sie erhalten monatlich eine Verbrauchsübersicht, entweder über das Online-Serviceportal oder (falls Sie das Portal nicht nutzen) per Post.

Was mache ich bei einem Gasherd?

Gasherde können nach der Umstellung auf Fernwärme leider nicht mehr verwendet werden. Wir werden auf jeden Mieter:in mit einem Gasherd zugehen und gemeinsam die Möglichkeit einer Umrüstung auf einen Elektroherd individuell abstimmen.

Was passiert mit Wohnungen, die derzeit durch eine Nachtstromspeicherheizung versorgt werden?

Wohnungen, die derzeit durch eine Nachtstromspeicherheizung versorgt werden, werden erst im Zuge eines Wohnungswechsels an die Fernwärme angeschlossen. Jedoch ist es erforderlich, den Anschluss bereits in die betroffenen Wohnungen zu legen. Hierfür wird ein Loch an der entsprechenden Stelle in die Wand gebohrt, um den Anschluss in die Wohnung zu legen. Das Rohr wird wenige Zentimeter aus der Wand ragen und mit einer Kappe verschlossen.