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Fragen und Antworten rund um die Fernwärme

Hier finden Sie detaillierte Informationen zur Notwendigkeit einer Umrüstung von Heizungsanlagen, zu Ihren Vorteilen als Bewohner:in sowie zu häufigen Fragestellungen im Falle einer Umrüstung auf Fernwärme.

Im Althoffblock und im Unionviertel werden dezentrale Gas-Einzel-Thermen auf eine zentrale Lösung umgerüstet. Die Bewohner:innen der betreffenden Wohnhäuser haben wir diesbezüglich informiert. Die Umrüstung startet im Jahr 2024 und erfolgt in mehreren Schritten. Genauere Informationen hierzu haben Sie postalisch von uns erhalten.

Wenn Sie noch Fragen haben, rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns. Unsere Bauleitung steht Ihnen auf der Baustelle oder zusätzlich im Rahmen der Modernisierungssprechstunde zur Verfügung. Wir helfen gern.

Woher kommt die in Dortmund bereitgestellte Fernwärme?

Die Fernwärme stammt größtenteils aus der Abwärme der Deutsche Gasrußwerke (DGW) GmbH & Co. KG, ist also ein Nebenprodukt industrieller Prozesse. Da die Abwärme ohnehin anfällt, bietet ihre Nutzung eine grüne Quelle zur Energiegewinnung. Da auch der Energieversorger gesetzlich verpflichtet ist, klimaneutral zu werden, werden alle an das Fernwärmenetz angeschlossenen Gebäude automatisch mit klimaneutraler Wärme versorgt.

Was passiert im Fall einer rückläufigen Abwärme?

Laut DEW21 besteht kein Grund, von einer rückgängigen Produktion auszugehen – es wird sogar eine Steigerung der Abwärme-Mengennutzung geprüft. Darüber hinaus gibt es 3 Energiezentralen, die als Back-up für die Wärmeversorgung dienen und zukünftig mit Wasserstoff oder grünen Gasen betrieben werden könnten. Zusätzlich sollen in Dortmund vorhandene Abwärmequellen identifiziert und in das Wärmesystem angebunden werden. Darüber hinaus werden die energetische Verwertung von lokal anfallender Biomasse, Großwärmepumpen, Tiefengeothermie sowie die Nutzung von erneuerbaren Gasen geprüft.

Welchen Vorteil hat die Fernwärme gegenüber anderen gängigen Wärmequellen?

Nicht jede nachhaltige Wärmequelle eignet sich für jedes Haus. So kann eine Wärmepumpe gegebenenfalls aufgrund des dafür benötigten Platzes und/oder der Substanz des Hauses (insbesondere bei Altbauten) nicht installiert werden. Die Nutzung von Fernwärme ist im Vergleich einfach umzusetzen, da die DEW21 alle benötigten Leitungen installiert und keine Investitionen für die Herstellung der neuen Infrastruktur anfallen. Zudem steigt durch die Zentralisierung der Heizungssysteme die Effizienz und die Zahl an Steuerungsmöglichkeiten wird erhöht, wodurch wiederum Energie eingespart werden kann.

Ist meine Wohnung von der Umstellung auf Fernwärme betroffen?

Das Fernwärmenetz wird in der Innenstadt verlegt. Alle betroffenen Haushalte werden schriftlich über die Umstellung informiert.

Besteht eine Anschlusspflicht an die Fernwärme für mich als Mieter:in?

Die Entscheidung, die Gebäude im Althoffblock und Unionviertel an das Dortmunder Fernwärmenetz anzuschließen, ist für den Mietenden bindend. Es besteht keine Wahlmöglichkeit, die Gasetagenheizung zu erhalten.

Wie sieht die technische Anbindung an das Fernwärmenetz in den Gebäuden aus? Welche Arbeiten sind dazu in meiner Wohnung erforderlich?

Im ersten Schritt werden alle notwendigen neuen Leitungen verlegt. Anschließend werden innerhalb weniger Tage die Gasthermen demontiert und die Anschlüsse an die Fernwärmeverteilstation hergestellt. Während der gesamten Umbauzeit wird die Versorgung der Häuser durch mobile Wärmestationen sichergestellt.

Welche Kosten kommen auf mich zu?

Den Großteil der Investitionen zur Umstellung auf Fernwärme trägt der Versorger. Kosten, die innerhalb der Gebäude für den Anschluss anfallen, werden von der Genossenschaft getragen. Eine Umlage dieser Kosten auf die Mitglieder ist unter den gegebenen gesetzlichen Voraussetzungen durch die Spar- und Bauverein eG nicht vorgesehen.

Wie wird mein Verbrauch der Fernwärme erfasst?

In Ihrer Wohnung wird ein kleiner Wärmemengenzähler an der Stelle installiert, an der sich Ihre Gastherme befindet (Rückstände der Gastherme werden von uns behoben). Dieser misst die von Ihnen verbrauchte Wärme. Sie erhalten monatlich eine Verbrauchsübersicht, entweder über das Online-Serviceportal oder (falls Sie das Portal nicht nutzen) per Post.

Was mache ich bei einem Gasherd?

Gasherde können nach der Umstellung auf Fernwärme leider nicht mehr verwendet werden. Wir werden auf jeden Mieter:in mit einem Gasherd zugehen und gemeinsam die Möglichkeit einer Umrüstung auf einen Elektroherd individuell abstimmen.

Was passiert mit Wohnungen, die derzeit durch eine Nachtstromspeicherheizung versorgt werden?

Wohnungen, die derzeit durch eine Nachtstromspeicherheizung versorgt werden, werden erst im Zuge eines Wohnungswechsels an die Fernwärme angeschlossen. Jedoch ist es erforderlich, den Anschluss bereits in die betroffenen Wohnungen zu legen. Hierfür wird ein Loch an der entsprechenden Stelle in die Wand gebohrt, um den Anschluss in die Wohnung zu legen. Das Rohr wird wenige Zentimeter aus der Wand ragen und mit einer Kappe verschlossen.