12.09.2013

GdW Tagung der Genossenschaften mit Spareinrichtung

Die Spar- und Bauverein eG Dortmund empfängt am 12. September 48 Wohnungsbaugenossenschaften

Rund 2000 Wohnungsbaugenossenschaften gibt es in Deutschland, davon betreiben 48 eine Spareinrichtung. „Wohnungsbaugenossenschaften mit Spareinrichtung können Einlagengeschäfte tätigen und ihren Mitgliedern Sparkonten, Sparbriefe sowie vergleichbare Produkte anbieten und sie zu marktüblichen Konditionen verzinsen“, erklärt Ingeborg Esser, Hauptgeschäftsführerin des GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen, der bundesweit und auf europäischer Ebene rund 3.000 kommunale, genossenschaftliche, kirchliche, privatwirtschaftliche, landes- und bundeseigene Wohnungsunternehmen vertritt.

Das genossenschaftliche Sparen, als wichtiges Finanzierungsinstrument und Voraussetzung für die finanzielle Unabhängigkeit der Genossenschaft, hat eine lange Tradition. „Getreu dem Grundsatz ,Sparen – Bauen – Wohnen‘ wurden die ersten Genossenschaften mit Spareinrichtung bereits in den achtziger Jahren des 19. Jahrhunderts gegründet", so Ingeborg Esser.  Auch die Spar- und Bauverein eG Dortmund betreibt von Gründung an, seit 1893, eine Spareinrichtung. Mit Erlaubnis der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht kann die Spar- und Bauverein eG Dortmund Spargelder von Mitgliedern der Genossenschaft und deren Angehörigen entgegennehmen. Die Genossenschaft  investiert die Spargelder ausschließlich in den eigenen Immobilienbestand (u.a. Modernisierungsmaßnahmen, Neubaumaßnahmen, Umschuldungen, Zwischenfinanzierungen). „Wohnungsgenossenschaften mit Spareinrichtungen bieten ihren Anlegern eine große Sicherheit", erläutert Axel Gedaschko, Präsident des GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen. „Sie dürfen das Geld nur zweckgebunden zur Finanzierung des eigenen Wohnungsbestandes einsetzen. Kredite an Dritte und Spekulation sind nicht möglich."

Im Rahmen der zweitätigen Spartagung des GdW in Dortmund richtet die Spar- und Bauverein eG einen feierlichen Empfang für die Genossenschaften aus und besucht im Anschluss daran den historischen Bestand der Spar- und Bauverein eG.

Zu diesem Termin laden wir Sie und Ihren Fotografen herzlich ein und freuen uns über eine Berichterstattung. Das Programm:

ab 15:30 Uhr
Abfahrt vom Pullmann-Hotel Dortmund zum Verwaltungsgebäude der Spar- und Bauverein eG, Dortmund

15.45 Uhr
Begrüßung durch den Vorstandsvorsitzenden der Spar- und Bauverein eG, 
Franz-Bernd Große-Wilde,
Kampstraße 51,
anschließend Kaffee

16:15 Uhr
Fahrt zum Althoff-Block
Historischer Bestand der Dortmunder Spar- und Bauverein eG,
Besichtigung mit Franz-Bernd Große-Wilde

Die Spar- und Bauverein eG Dortmund:

Gegründet am 4. März 1893, zählt die Wohnungsbaugenossenschaft Spar- und Bauverein heute mit 11.669 Wohnungen, 2.423 Garagen und Einstellplätzen sowie 85 Gewerbeeinheiten im Großraum Dortmund und Unna zu den größten ansässigen Vermietern.

Voraussetzung für die Anmietung einer Wohnung ist die Mitgliedschaft durch Erwerb eines Genossenschaftsanteils in Höhe von 1.278 Euro. Mietkaution u.a. entfallen dagegen. Zurzeit gehören der Genossenschaft 18.050 Mitglieder an. In der genossenschaftlichen Spareinrichtung, in der Mitglieder und deren Angehörige Spareinlagen zu lukrativen Zinskonditionen tätigen können, ist aktuell einSparvolumen von mehr als 81 Millionen Euro angelegt.

Allein im vergangenen Jahr sind fast 30 Millionen Euro in die nachhaltige Bestandspflege und in die Errichtung zukunftsweisender Neubauten investiertworden. Ein bedeutender Teil der Gelder ist dabei in Energiesparmaßnahmen geflossen. Auch im Geschäftsjahr 2013 wird die Genossenschaft einen Großteil der Mieterlöse in den Wohngebäudebestand reinvestieren. So sind mehr als 31 Millionen Euro für technische Maßnahmen der Wohnwerterhaltung und -verbesserung veranschlagt.

Der GdW:

 

Der GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e.V. ist der größte wohnungs- und immobilienwirtschaftliche Branchendachverband in Deutschland. Die knapp 3.000 Mitgliedsunternehmen, die im GdW und seinen Regionalverbänden organisiert sind, verwalten einen Mietwohnungsbestand von rund 6 Millionen Wohnungen in Deutschland. Zu den Mitgliedern des GdW zählen auch 48 Wohnungsgenossenschaften mit Spareinrichtung.

Diese Wohnungsgenossenschaften mit Spareinrichtung sind als Institute mit einer Erlaubnis lediglich zum Betreiben des Einlagengeschäfts vom Regelungswerk des Kreditwesengesetzes und damit auch von den besonderen organisatorischen Pflichten an Institute betroffen. Sie unterliegen damit auch der nationalen bankaufsichtlichen Konkretisierung im Rahmen der Mindestanforderungen an das Risikomanagement. Diese 48 Wohnungsgenossenschaften mit Spareinrichtung betreiben als Kerngeschäft den Bau und die Bewirtschaftung von Genossenschaftswohnungen für ihre Mitglieder, sie sind also in wirtschaftlicher Hinsicht Wohnungsunternehmen. Formal gelten sie aber auch als Kreditinstitute im Sinne des KWG, da sie im Rahmen ihrer genossenschaftlichen Spareinrichtung Spareinlagen von ihren Mitgliedern und deren Angehörigen hereinnehmen und diese Spargelder als Finanzierungsinstrument im genossenschaftlichen Wohnungsbau, also für die wohnliche Versorgung ihrer Mitglieder, einsetzen. Die Ausführung weiterer Bankgeschäfte ist diesen Genossenschaften nicht erlaubt. Diese Unternehmen gelten wegen ihres eingeschränkten bankwirtschaftlichen Erlaubnisbereichs auch nicht als CRR-Institute bzw. Einlagenkreditinstitute im Sinne der EU-Vorschrift.

 

Kontakt:

Nicole Brückner | Pressereferentin Spar- und Bauverein eG | Kampstr. 51 | 44137 Dortmund Tel. 0231 18203-176 | brueckner[at]sparbau-dortmund.de

Abdruck honorarfrei